Elektrolokomotiven
die Baureihe 103 der Deutschen Bahn

das TT Modell 103 101 ist für die Lufthansa im Einsatz
 die 103 ist die  leistungsstärkste E-Lok der Deutschen Bundesbahn. Mit sechs getriebenen Achsen in zwei dreiachsigen Drehgestellen und einen Dauerleistung von 7440kw/10116PS ist die Lok in der Lage schwere Schnellzüge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h zu befördern. Nach einer Einsatzzeit von fast dreißig Jahren wurden ab 1993 die Loks ausgemustert und gegen neuentwickelte E-Loks mit modernerer Technik ersetzt. Vier Vorserienloks und 145 Serienloks wurden gebaut. Vier Loks sind noch als Einsatzreserve vorhanden. Auch zahlreiche westdeutsche Museumsbahnen haben noch eine Lok zur musealen Erhaltung  im Bestand. Die Lufthansa beförderte Airportexpresszüge zwischen einzelnen Flughäfen um diese Flughäfen in kurzen Flugrelationen zu entlasten. Bei der Deutschen Bundesbahn waren die Loks vor Schnell und Eilzügen auf allen elektrifizierten Strecken im Einsatz. Die Ursprungslackierung war der damaligen Schnellzuglackierung rot-elfenbein angepasst. Einige Loks sind noch in orientrot mit weißem Latz umlackiert worden. Die für die Lufthansa im Einsatz befindlichen Lokomotiven erhielten wie auch die Schnellzugwagen die abweichende Lackierung weiß-gelb. Nach Aufgabe der "Flughöhe Null Züge" wurden Loks und Wagen sehr schnell in das damalige Bahn AG Schema umlackiert.

die Baureihe 212 der DR/ oder  112 der Deutschen Bahn


112 101 ist eine Serienlok mit nur noch drei Leuchten in der Front
Als Weiterentwicklung der Baureie 243/143 gilt die 212, die noch zu DDR Zeiten für den Verkehr von der BRD nach Westberlin entwickelt wurde. Die Forderung, auf diesen Strecken die Reisegeschwindigkeit zu erhöhen bdingte eine 160km/h schnelle Lokomotive. Da die 243 bereits in der Entwicklung ziemlich ausgereift war wurde auf ihrer Basis die schnellere 212 unter Bahn AG Nummernschema als 112 gebaut. Änderungen erfolgten in den Getriebeübersetzungen an den Fahrmotoren. Mit modernen thyristorgesteuerten Motoren und wassergekühlten Trafo ist die Lok in der Lage mittelschwere Schnellzüge im Flachland bis 160km/h zu fahren. Eine Zugsammelschiene, Wendezugsteuerung und Linienzugbeeinflussung sind ebenso wie die Zentrale Energieversorgung vorhanden.Äußerlich unterscheiden sich die 143/112 in der Stirnfront. Ab der Serienbauart wurden umschaltbare Scheinwerfer eingebaut. Somit entfielen die einzelnen Zugschlußlampen. Die Loks wurden orientrot mit weißem Latz lackiert. Die heute noch in Betrieb befindlichen Loks sind verkehrsrot lackiert mit weißem Warnbalken. Anfangs wurden die Loks im Interregioverkehr und Intercityverkehr eingesetzt. Nach Wegfall der Interregios kamen auch Regionalexpressleistungen und Regiobahnen dazu. Weitere Bilder auch unter Sachsen-Dahlen

noch unter Regie der Deutschen Reichsbahn wurde 212 005-3 hergestellt. Die großflächige Loknummer mit dem  DR Zeichen stellt den Zeitgeist der damaligen Aufbruchstimmung Anfang der neunziger Jahre in der ehemaligen DDR dar -das TT Modell ist die Tillig Workshoplok aus dem Jahre 2004

Die Baureihe E04 der Deutschen Reichsbahn

E04 01 ist im Leipziger Hauptbahnhof ausgestellt
Für den Einsatz in Mitteldeutschland wurde von der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft die Baureihe E04 entwickelt. Die ersten Loks wurden 1933 in Dienst gestellt. Die erste Lieferserie wurde für 110km/h zugelassen, spätere Serien bis 130km/h. Insgesamt wurden 23 Loks von AEG gebaut und haben die ungewöhnliche Achsfolge 1`Co`1`. Nach dem zweiten Weltkrieg verblieben 15 Loks auf dem Gebiet der DDR. Haupteinsatzgebiet war der Reisezugdienst zwischen Magdeburg und Halle. Die Loks bewährten sich gut. Eine Lok wurde sogar mit Wendezugsteuerung ausgerüstet. Ab 1970 mit Einführung des EDV Nummernsystemes wurden die Loks in de Baureihe 204 umgezeichnet. Fehlende Ersatzteile und Verschleiß führten bis Mitte der achziger Jahre zur Ausmusterung der Loks. Einige Loks wurden noch als Trafolok für Weichenheizungen oder Gleisbremsen in Rangierbahnhöfen verwendet. Als Museumslok ist die erstgebaute Lok E04 01 zur Zeit im Leipziger Hauptbahnhof auf dem Ausstellungsgleis zu sehen.

Baureihe E11 und E42 spätere 211  und 242 der DR

Als Ende der fünfziger Jahre die erneute Elektrifizierung von wichtigen Hauptstrecken im Süden der DDR begann  wurde schnell klar, das mit den Vorkriegselektroloks die Transportaufgaben nur ungenügend erfüllt werden können. So wurden neue und moderne E-Loks benötigt. Entwickelt wurde eine vierachsige Lok die wahlweise mit 100km/h als stärkere Güterzuglok, Baureihe E42 und die mit geändertem Getriebe gebaute 120km/h schnellere E11. Der Trafo ist Ölgekühlt und befindet sich in Lokmitte. Starke Lüfter zur Ölerkühlung mit markantem Geräusch brachten der Lok den Spitznamen Staubsauger ein.Die Loks bewährten sich bei der DR sehr gut. Die Baureihe 211 war über viele Jahre die einzige in größeren Stückzahlen gebaute Schnellzugelektrolokomotive der Deutschen Reichsbahn. Alle Loks wurden ab Werk in grünen Farbkleid mit roten Drehgestellen ausgeliefert. Bei Güterzuglok oder Schnellzuglokmangel wurden im Ausbesserungswerk Dessau je nach Bedarf Getriebeumbauten mit Umzeichnung der Lokomotiven als 211.3 oder 242.3 durchgeführt. Insgesamt wurden ca. 450 Lokomotiven beider Baureihen gebaut. Die E11, dann Baureihe 211, zu DB AG Zeiten noch als 109 bezeichnet wurden fast ausschließlich im Schnell- und Eilzugdienst eingesetzt. Die E42, dann 242, zu DB AG Zeiten noch als 142 bezeichneten Loks wurden in allen Zugarten eingesetzt. Aushilfsweise Schnellzüge, wegen der hohen Anzugskräfte auch gern im S-Bahnverkehr sowie bis zum mittelschweren Güterzugdienst. Für schwere Güterzugeinsätze konnten auch zwei Loks in Doppeltraktion von einem Führerstand aus bedient werden. Ab Mitte der siebziger Jahre wurden bei Ausbesserungen im RAW Dessau die Loks in Rot mit weißen Streifen und grauen Drehgestellen neu lackiert.

in Versuchslackierung mit schwarzen Umbug ist die sonst schon den späteren Standartfarben entsprechende E11 022 von den Berliner TT-Bahnen unterwegs


Standartlackierung ab Mitte der siebziger Jahre doch leider wieder die falsche Nummer. eine E11 in rot sollte es eigentlich nicht gegeben haben, denn die Umzeichnung auf EDV Nummer erfolgte schon 1970, lange bevor die erste Lok in Rot umlackiert wurde


als Nachwendeproduktion ca.1992 wurde die dem Vorbild entsprechende Bordeuxrote 211 018 nochmals aufgelegt
Der Verkehrsrückgang Anfang der neunziger Jahre ließ auch den Stern der nun schon fast dreißig Jahre alten Loks langsam sinken. Zentrale Energieversorgung und Zentrale Wendezugsteuerung führten ebenso zur Abstellung dieser nicht mehr umbaulohnenden alternden Loks, wie auch mangelnder Bedarf, ICE und modernere neue Loks. E11 001 und E42 001 sind Museal erhalten. Ebenso sind noch einige weitere Loks bei Privatbahnen und Eisenbahnvereinen erhalten.

die Tillig TT E42 072 ist in Messelackierung unterwegs

Baureihe 143 der DB AG oder früher 243 der DR

Durch die fortschreitende Elektrifizierung in den achtziger Jahren in der DDR wurden neue Elektroloks benötigt. Wegen dem einsetzenden Mangel an Treibstoffen in der DDR wurde Ende der siebziger Jahre ein ehrgeiziges Elektrifizierungsprogramm aufgelegt. Innerhalb weniger Jahre sollte der Fahrdraht über Berlin bis zur Ostsee reichen. Doch dazu wurden auch schnelle und leistungsstarke Elektrolokomotiven benötigt.Hauptziel des Lokomotivbaues war es, neue Elektronikkomponenten und auch eine neue Antriebsform einzubauen. Der robuste aber störanfällige Tatzlagermotor wurde mit diesem neuen Loktyp gegen einen moderneren Kegelfederringantrieb ersetzt. Neue Erkenntnisse des Lokomotivbaues flossen in die Gestaltung der Konstruktion der Lok mit ein.  Als Erprobungsträger diente 212 001 die spätere 243 001, auch als weiße Lady bekannt.

TT Modell der Weißen Lady
In Erkenntnis der Erprobung dieser Lok mit sowohl 160 als auch 120km/h Höchstgeschwindigkeit wurde ab ca.1984 die Nullserie dieses Loktypes erprobt. Insgesamt wurden ca 700Lokomotiven gebaut. Diese waren Wendezugtauglich und sind vor allen Zugarten eingesetzt worden. Nach Trennung der Deutschen Bahn in verschiedene Verkehrssparten kamen diese Loks als Baureihe 143 zu DB Regio. Viele dieser Maschinen sind heute (Jahr 2012) noch im Planeinsatz vor Reise und S-Bahnzügen. Die Loks wurde bei fälligen Untersuchungen ab ca. 1997 in verkehrsrot mit weißem Warnbalken umlackiert. (Siehe Dresden Neustadt/Trachau)

Baureihe 155 der DB AG oder frühere 250 der DR

Reichsbahnlackierung ab Auslieferung LEW Hennigsdorf
Die Bundesbahnlackierung mit Latz erhielten ab 1993 viele Maschinen
Mit fortschreitender Elektrifizierung mitte der siebziger Jahre stellte sich die Aufgabe, eine leistungsstarke Elektrolok für schwere Güterzüge zu entwickeln. Die bis dahin eingesetzten sechsachsigen Lokomotiven der Baureihe 254 vormals E94 waren in die Jahre gekommen und größtenteils verschlissen. Auch die schwierige Ersatzteillage machte sich bei den Altbau-Elloks immer mehr bemerkbar. Mit 250 001 wurde Anfang 1977 eine 8000PS starke, sechsachsige Elektrolok erprobt, die in der Lage war diese Anforderungen voll und ganz zu erfüllen. Ein modernes Aussehen des Lokkastens,neuer wassergekühlter Transformator und Thyristorsteuerung zeichneten diese neue Lokgeneration aus. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h war die Lok universell vor allen Zuggattungen einsetzbar. Bis 1985 entstanden von dieser Baureihe ca.270 Lokomotiven. Auch im Jahr 2012 werden noch Lokomotiven der jetzt als Baureihe 155 bezeichneten Lok im Güterverkehr eingesetzt. Bei der Bahnreform 1994 kam die BR 155 zu DB Cargo - Railion -jetzt Schenker. Anfänglich wurden ab ca. 1993 Loks bei fälligen Untersuchungen in orientrot mit weißem Latz umlackiert. Ab ca. 1997  folgte die Umlackierung in verkehrsrot mit weißem Warnbalken.

E18 oder 218 der DR - die erste Schnellzugelektrolok

Das Jatt Modell E18 019 ist exzellent gestaltet. Leider ist die Lok für Planeinsätze wenig geeignet da das Fahrverhalten zu wünschen übrig läßt.
Als die Elektrifizierung wichtiger Hauptstrecken bei der Deutschen Reichsbahngesellschaft begann war auch eine Schnellzuglokomotive für hohe Geschwinigkeiten in Planung. Das Aufstreben des Deutschen Reiches zu einer Weltmacht forderte auch im Verkehrswesen eine Vormachtstellung.Die E18 wurde also in einer Zeit entwickelt, als das schnelle Reisen immer mehr in den Vordergrund rückte. So sollten Hin- und Rückfahrten nach der Hauptstadt Berlin von den meisten Großstädten des Deutschen Reiches innerhalb eines Tages möglich sein. Vier in einem Innenrahmen gelagerte Antriebsachsen und an jeder Seite zur Schonung des Gleises eine angebrachte Vorlaufachse bestimmten  das Fahrwerk der E18. Die Antriebsräder waren zur Geschwindigkeitserhöhung extra groß gebaut. Der Ausbruch des zweiten Weltkrieges verhinderte einen flächendeckenden elektrischen Schnellverkehr im Deutschen Reich. In der DDR verblieben nur vier Loks. Eine wurde mit schweren Kriegsschäden ausgemustert. Die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h machte die Loks für die Versuchs- und Entwicklungsstelle Maschinenwirtschaft in Halle  interessant. E18 019 und E18 040 wurden für Versuchsfahrten aufgearbeitet. Leider erlitt E18 040 bei einer Versuchsfahrt einen schweren Auffahrunfall. Als Ersatz und unter Verwendung von noch intakten Teilen der E18 040 wurde E18 031 aufgearbeitet. Museal erhalten ist E18 031.

Museumslok E 18 031
 
Baureihe 254 oder die E94 der Deutschen Reichsbahn
Die ersten elektrischen Lokomotiven hatten noch einen riesengroßen Elektromotor mit Stangenantrieb. Für hohe Leistungen war ein noch größerer Motor jedoch nicht mehr auf einem Lokrahmen unterzubringen. Die E94 wurde für starke Güterzugleistungen konstruiert. Es wurden neue Tatzlagermotoren entwickelt, die an den Achsen in dreiachsigen Drehgestellen untergebracht werden konnten. Durch die hohe Achsfahrmasse von 19t pro Achse konnte die Lok große Kräfte auf die Schienen bringen. Die Gesamtmasse 116t. Die Vorbaue der Lok und ihr grünes Aussehen brachten der Lok den bis heute gebräuchlichen Namen Deutsches Krokodil ein. 
die grüne Reichsbahnversion der E94 mit roten Drehgestellen wurde von Zeuke, den späteren Berliner TT Bahnen bereits in den sechziger Jahren als Modell produziert
Eingesetzt wurden die Loks im schweren Güterzugdienst. Besonders in den Kohlerevieren Mitteldeutschlands und Schlesien herrschte auf den elektrifizierten Strecken ein großer Bedarf an diesen Loks. Schlesische Loks der E94 kamen als Wendeloks bis Görlitz-Schlauroth. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Fahrleitung nach der sowjetischen Besatzungszone vom jetzt polnischem Gebiet her abgebaut.  Die in der DDR verbliebenen Loks waren im Leipziger Raum und im sächsischen Dreieck nach Dresden eingesetzt. Letzte Einsatzdienststelle war Leipzig Engelsdorf. Durch Mangel an Ersatzteilen und auf Grund des zunehmenden Alters der Vorkriegsloks schied die Baureihe 254 bis 1989 aus dem Bestand der Deutschen Reichsbahn aus. In der BRD wurden bis ca. 1985 Loks dieser Baureihe als 194 eingesetzt. Bevorzugte Einsatzstrecken waren auch hier Gebirgsbahnen mit schwerem Güterzugverkehr. Letzte Lokomotiven wurden vom Bw Kornwestheim aus eingesetzt.
Das BTTB Modell der 194 178-0 der Deutschen Bundesbahn in abweichender Versuchslackierung Türkis mit elfenbeinfarbenen Vorbautenfrontanstrich
 alle anderen  Bundesbahn-Krokodile waren grün mit schwarzen Drehgestellen
Durch Kriegswirren verblieben ca. dreißig Loks bei der Österreichischen Bundesbahn. Die ÖBB reihte die Loks als Baureihe 1020 ein. Im Laufe der siebziger Jahre wurden alle erhaltenen ÖBB-Krokodile modernisiert und in Blutorange umlackiert. Dort waren die Lok auf den Gebirgsstrecken bis ca.1992 unentbehrliche Helfer bei der Erbringung von Güterzugleistungen. Viele schwere Güterzüge über die Gebirgsstrecken Österreichs wurden in Doppeltraktion gefahren. Auch Schiebedienste waren planmäßig zu leisten. Museal erhalten wurden die E94 056 und 254 052 sowie eine 194 der Deutschen Bundesbahn. Auch in Österreich sind noch mehrere Loks erhalten geblieben.
Blutorangenes ÖBB-Krokodil 1020 020 als BTTB Modell

E 44 oder die Baureihe 244 der Deutschen Reichsbahn

Die Tillig E 44 gibt Ihr großes Vorbild gut wieder
kam es bei der E 94, auf die Beförderung hoher Güterzuglasten auf Gebirgsstrecken an, so wurde die E 44 für den Reisezugverkehr und leichtere Güterzüge im Flachland entwickelt. Zwei Drehgestelle mit je zwei getriebenen Achsen sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 100km/h ließen die Lok auch für Personen und Eilzüge interessant werden. Ohnehin war die Vorkriegsreichsbahn bereits zur Erkenntnis gelangt, das zweiachsige Drehgestelle insbesondere in Bezug auf Laufwiderstand und Gleisschonung von Vorteil wären. Weniger und kleiner gehaltene technische Ausstattung wie Transformator und  Kühlersysteme sowie die Steuerungstechnik ließen im Gegensatz zur stärkeren E94 auch bei der E44 den Lokkasten und die Vorbauten kleiner werden. Die E44 bewährte sich bei der Deutschen Reichsbahn gut und war auf fast allen elektrifizierten Strecken der Deutschen Reichsbahn zu sehen. Durch Alter und Ersatzteilmangel folgte bis ca. Mitte der achziger Jahre die Ablösung durch modernere Elektroloks. Es sind jedoch noch mehrere Loks museal erhalten.

Museumslok E44 046

Baureihe E95 der Deutschen Reichsbahn

die Baureihe E95  entstand in den zwanziger Jahren. Die Reichsbahn stand vor der Aufgabe die in Aufschwung befindliche Industrie mit großen Mengen an Rohstoffen zu versorgen und Fertiggüter in großen Mengen zu befördern. Schnelle Elektrifizierungen von Hauptstrecken insbesondere im Süden Deutschlands waren die Folge. Für diese hohen Anforderungen wurden natürlich starke Lokomotiven benötigt. So entstand auch diese Lokomotive, eigentlich sind es ja zwei gekuppelte Lokhälften, also eine Doppellok. Jedoch sind einige Nebenanlagen nur in jeweils einer Lokhälfte eingebaut so das die Lok nur zweiteilig voll einsetzbar ist. Die beiden Lokhälften sind durch einen Faltenbalg verbunden.  Neu entwickelt waren eine elektromagnetische Schützensteuerung und eine fünfstufige elektrische Widerstandsbremse. Die erste Lok wurde Ende 1927 von AEG Hennigsdorf ausgeliefert. Der konzipierte Einsatz war die Strecke Breslau-Liegnitz-Görlitz Schlauroth. Haupteinsatz war in den dreißiger Jahren der schwere Steinkohletransport Richtung Schlauroth. Das symetrische Fahrwerk 1+C C+1 besteht aus einer Vorlaufachse und drei durch Elektromotoren (Tatzlagerantrieb) angetriebene Achsen mit einem Durchmesser von 1400 mm. Die Führerstände sind wie bei der Dampflok etwas zurückgesetzt. Im Vorbau befinden sich die Kühler, in der Mitte die Transformatoren. Die Loks bewährten sich im Güterzugdienst gut. Drei Lokomotiven wurden in den fünfziger Jahren nach Rückkehr aus der Sowjetunion (Reparationsleistung) wieder aufgearbeitet. Danach wurden die Loks auf südlichen elektrifizierten Strecken eingesetzt. Als Splittergattung und wegen fehlender Ersatzteile erfolgte bei der Deutschen Reichsbahn schon in den sechziger Jahren die Ausmusterung. Die E95 002 ist museal als nicht betriebsfähiges Exponat erhalten geblieben. Die Lok ist Länge über Puffer 20,9 Meter und hat ein Gewicht von 138,5 Tonnen sowie eine Leistung von 2778KW. Es gibt Bestrebungen die in Halle stationierte E95 002 betriebsfähig aufzuarbeiten.

Baureihe 185

die Baureihe 185 ist eine elektrische Mehrsystemlokomotive für den grenzüberschreitenden Zugdienst aus der Typfamilie Bombardier TRAXX. Die Lok ist eine technische Weiterentwicklung aus der Baureihe 145. Der Prototyp wurde im Jahre 2000 vorgestellt. Ab der Lok 185 201 wurden crashoptimierte Lokkästen eingebaut um eine höhere Sicherheit bei Unfällen zu erhalten. Die Loks sind für den mittelschweren Reisezug- und Güterzugdienst entwickelt worden. Ein äußeres Merkmal dieser Loks sind die vier unterschiedlichen Stromabnehmer. Viele deutschen Lokomotiven sind bei Privatbahnen und Vermietgesellschaften eingesetzt. Bei den Schweizer Bundesbahnen  werden die Zweisystemloks als Baureihe Re 482 bezeichnet. Viersystemloks der SBB für den Italienverkehr werden als Re 484 bezeichnet. Inzwischen hat auch die CLF  Luxemburg einige Loks der Baureihe 185 mit Frankreich ´Paket` im Bestand. Die bei der Deutschen Bahn eingesetzten Loks der Baureihe 185 sind verkehrsrot lackiert.

Die E 499 der CSD

schon Ende der sechziger Jahre  wurde noch unter der Fa. Zeuke das Modell der E499 entwickelt.
ab 1953 wurde die E 499 von Skoda in Pilsen für den Reise- und Güterzugdienst gebaut.
Die Loks bewährten sich gut. Grenzüberschreitend in die damalige DDR konnten die E499 jedoch wegen der unterschiedlichen Fahrstromsysteme nicht eingesetzt werden.


auch in blau-elfenbein schickte die BTTB die Loks auf die Reise

die russische Version gab es in grün mit den bekannten CCCP Zeichen

Bureihe 371/372 der CD oder die Baureihe 180 der Deutschen Bahn

372 004-2 eine Tschechin in klassischer Lackierung - die Kühlerseite mit Lüftergittern
Etwas respektlos ist ihr Name schon - Knödelpresse. Bei Skoda in Pilsen in der Tschechischen Republik erbaut ist den dortigen Lokomotivbauern schon ein guter Wurf gelungen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von anfänglich 120 km/h ist die Lok in der Lage, ohne Zwischenhalt in den beiden unterschiedlichen Fahrstromsystemen zu fahren. Vor dem Erscheinen dieser Zweisystem - Elektrolokomotiven mußten Dieselloks den grenzüberschreitenden Verkehr zwischen der damaligen DDR und der CSSR übernehmen. Die Prototyplok erschien 1987, der Serienbau begann ca.1988. Anfänglich waren die Loks bis Berlin vor den Schnellzügen zu sehen. Auch Zugverkehr nach Polen über Frankfurt Oder wurde durchgeführt. Seit Erscheinen der Lokomotiven der Taurus Familie und moderneren Viersystemloks sind die Knödelpressen auf dem Rückzug. Einige Loks kaufte die CD zurück und lackierte diese  um. DB Schenker übernahm noch einige Loks als Baureihe 180. Es ist jedoch ein baldiges Ende der deutschen Loks im Zugdienst abzusehen. ( Stand Okt. 2012 ) Die CD setzt weiter auf den Zugdienst ihrer als 371/372 bezeichneten Loks.

im Vergleich mit der 372 004 fallen die unterschiedlichen Seitenwände auf, hier die Fensterseite

 
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