Schirgiswalde-Kirschau
Der Bahnhof entstand mit der Eröffnung  der Bahnlinie Wilthen Ebersbach.
das Empfangsgebäude ist ein typisch sächsischer Baustil
Seine Blütezeit erlebte der Bahnhof um die Jahrhundertwende1899/1900. Zahlreiche Rohstoffe und Fertigprodukte von umliegenden Industriebetrieben im Versand und Empfang. Webereien Kirschau und Schirgiswalde waren Grosskunden.Mitten in Schirgiswalde gelegen bekam der Bahnhof seinen Doppelnamen weil viele Güter für die Weber- und Spinnereien in Kirschau bestimmt waren und es immer wieder zu Fehlleitungen kam.Erste Einbrüche kamen mit der Eröffnung der Anschlussbahn Wilthen-Kirschau 1922.Einen Unfall gab es während des Zweiten Weltkrieges.Ein Miliärpanzer auf einem Militärtransportzug zerstörte mit drehender Kanone die erste Säule des Bahnsteigdaches.Der Fahrdienstleiter konnte sich mit einem kühnen Sprung vor herabstürzenden Trümmerteilen retten. Ende des zweiten Weltkrieges wurde von der Wehrmacht ein Pfeiler des Viaduktes gesprengt. Ein Behelfsbau, der sogar anfänglich bewacht wurde bestand bis Anfang der sechziger Jahre.
Sächsisches Kurbelstellwerk für Signale und Riegel
Durch Verlagerungen des Güterverkehrs an Knotenbahnhöfe wurde der Güterverkehr Anfang der siebziger Jahre ganz eingestellt.
Bis in die siebziger Jahre vier bis fünf  Beschäftigte in der Tagschicht (Fahrdienstleiter, Rangierleiter (bedienteSchranke und Weichen 1bis5) , Bahnhofshelfer  (für W14 und Nebenarbeiten), Fahrkarte und Gepäck)
 


Nach Umbau des Bahnhofs mit Änderung Weichenstrassen und Wegfall des  Güterbodengleises mit Verlängerung zur Bäuerlichen Handelsgenossenschaft (BHG)nur noch Fdl.und Fahrkarte/Gepäck.Die Hauptweichen wurden nun mit Hebeln ferngestellt, Schranke elektrisch.Die mechanischen Formvorsignale wurden bis Mitte der siebzigerJahre gegen Lichtvorsignale ersetzt.Nach Wegfall des Güterverkehrs begann der Stern dieses Bahnhofes rasch zu sinken. Zwei Zugkreuzungen täglich 10Uhr Personenzüge Dresden-Zittau und 19.05Uhr Pz nach Dresden Kreuzung mit Eilzug nach Zittau verliehen dem Bahnhof eine kleine Daseinsberechtigung. Doch die kurze Entfernung ließ die DR diese Kreuzungen bald zu den Nachbarbahnhöfen Sohland und Wilthen verlegen.Ein schwere Unfall ereignete sich Ende der 70iger Jahre. Eine Motoradbesatzung fuhr bei geöffneter Schranke in den morgendlichen Eilzug.Ein Toter und eine Schwerverletzte waren zu beklagen. Schuld war ein Gewitter oder ein Vogel im Stellwerk, der angeblich auf die Taste der elektrischen Schrankenanlage gesprungen sein könnte. Da das Stellwerk nicht ständig besetzt war konnte eine Schuld des diensthabenden Fahrdienstleiters nicht nachgewiesen werden. In diesem Falle war ein Vergessen der Schranke durch den Fahrdienstleiter auch  höchst unwarscheinlich.Dringend nötig war eine Besetzung des Bf nach Wegfall der Zugkreuzungen nur noch wegen der Schranken.Einige ausserplanmäßigen Kreuzungen wurden noch durchgeführt.Sogar neue Ausfahrsignale lagen schon auf der Laderampe, wurden aber nicht mehr eingebaut.Am Tage fuhren alle Reisezüge über Gleis 1 (Hausbahnsteig) das Gleis 2 als durchgehendes Hauptgleis war für Durchfahrten vorgesehen. Grund war der schlechte Bahnsteig 2 der nur Nachts genutzt wurde. Sogar ein Eilzug hielt bis Ende der 80iger in Schirgiswalde.In den 90iger Jahren kurzes Aufleben des Bf mit Güterverkehr durch einen örtlichen Kohlehändler.Das baufällige Gleis 1wurde  ca. 1994 Stillgelegt.Mit 10km/h wurde Gleis 1 als Stumpfgleis von Wilthen aus von Juni bis 31.Aug.1996 noch einmal von Wendezügen befahren. Grund war Abriss und Neubau Gleis 2 sowie eine Sanierung und Verbreiterung des Oberteil Viadukt Schirgiswalde. Nach Sohland wurde Schienenersatzverkehr eingerichtet.


52 8160 wird gleich in Schirgiswalde-Kirschau mit dem Nahgüterzug durchfahren, Juni 1984
 
Ausfahrsignale D und E


Gesperrtes Gl.1 rechts Güterboden ohne Gleis



Aus Gleis 2 nach Sohland


Ausfahrsignale B und C vorn der BÜ und die BHG


U-Boot auf Viadukt Schirgiswalde


Spannwerke für Weichen Riegel und Signale Wilthener Seite


allerletzte Güterwagen vom Kohlehändler Mai 1996


Abfahrauftrag für RB nach Dresden


eine 219 fährt aus Gleis 2 nach Zittau



Haltende Regionalbahn nach Zittau


Abbau Einfahrsignal A im Juli 1996


Ausfahrsignale B und C Juli 1996

Letzte Begegnungen RB und Bauzug 31.08.1996


Einfahrt Wendezug von Wilthen in Gleis 1



Ausfahrt 234 546 aus Gleis 1 nach Wilthen


Flankenschutzprellbock Gleis 1


Flankenschutzweiche 13


das alte Gleis 2 wurde schon abgebaut


Neuverlegtes Gleis 2 noch Baugleis
Gleissperre ( Auswurfschuh/Hund) und Sh 2 Scheibe sicherten den Zugverkehr gegen Baufahrzeuge ab



Bauzug mit 202 765 auf Gleis 2


Nachschottern des neuem Gleis 2


Schützenhaus mit den Weichenhebeln 14 und 13
Hebel unten in/aus  Gleis 1


Stopfeinheit auf neuem Gleis 2


31.8.1996 gegen 18.38Uhr verlässt der letzte Zug Gleis 1


Das schon seiner Laternen beraubte Signal E fällt letztmalig auf ´´Halt``


Allerletze Einfahrt-Kranverlegeeinheit zum Abbau der Weiche 14 und Ersatz durch einfaches Gleis


Signal E wird Stillgelegt

Ab 1.September 1996 ist Schirgiswalde Kirschau unbesetzter Haltepunkt
 
219 065-0 mit RE nach Zittau, die Weiche 11 hat nur noch Schrottwert


auf dem Altschwellenhaufen fotografiert, 234 304 mit Regionalbahn nach Dresden


nur noch kurze Zeit existierte die letzte Bahnhofsgaststätte in Ostsachsen
 
234 242 fährt im Haltepunkt mit einer Regionalbahn nach Zittau aus


auch die Weiche 13 hatte im Oktober 1996 nur noch Schrottwert

1998 wurde der Bahnübergang modernisiert und verlegt.



Gleis 1 verschwindet in blühenden Landschaften 1999
Alle nicht mehr benötigten Gleise wurden nach 2000 abgebaut

Umleitergüterzug im Jahr 2004


Regionalbahn  Okt.2004 in den blühenden Landschaften
Heute halten hier Triebwagen der Regionalbahnen nur noch bei Bedarf oder mit Haltewunschtaste.
Das Empfangsgebäude ist seit über zehn Jahren unbewohnt der Bahnsteig 2 wurde auch nicht modernisiert.
Das Umfeld läd nicht zum Verweilen ein.


Schotterzug am neuen Bahnübergang



und die Schiebelok Richtung Wilthen



 
 
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